Ablauf der MPU
Bei einer MPU-Anordnung stellt die Fahrerlaubnisbehörde der Begutachtungsstelle die zu beantwortende Frage ("Ist zu erwarten, dass Herr Maier in Zukunft unter Alkohol am Straßenverkehr teilnehmen wird ... ?") und übersendet ihr die dazu notwendigen Akten.
Als Betroffener suchen Sie sich die Begutachtungsstelle für Fahreignung selbst aus (Stellen in München »»). Diese Stellen arbeiten nach einheitlichen Regeln, unterschiedlich sind evtl. der Grad der Kundenorientierung, die Qualität der neben der Begutachtung angebotenen Beratung, die Erreichbarkeit und die Terminvergabe, der Preis, die zusätzlichen (kostenpflichtig) angebotenen Leistungen.
Eine MPU besteht in der Regel aus einer ärztlichen Untersuchung, einem Reaktionstest und einem psychologischen Untersuchungsgespräch.
Für ein positives Ergebnis zählt u.a.
- die Einsicht in Verhaltensweisen und fehlerhaften Denkweisen, die zur Auffälligkeit führten, und die zu Grunde liegenden Ursachen dafür
- die konkreten Vorsätze für die Zukunft
- bereits erreichte Veränderungen problematischer Verhaltens- und Denkweisen und die Motivation dazu
- die Aufmerksamkeit gegenüber Risikosituationen für erneute Auffälligkeiten und geeignete Gegenmaßnahmen, etc.
Bei Alkohol- oder Drogenauffälligkeit sind u.U. auch Nachweise über den Verzicht auf Alkohol / Drogen notwendig, die im Vorfeld erbracht werden müssen.
Eine verkehrspsychologische Beratung im Vorfeld wird dringend angeraten.